Beim Video Poker ist die Auszahlungstabelle kein kosmetisches Detail – sie ist das Spiel. Zwei Automaten können identisch aussehen, denselben Einsatz akzeptieren und trotzdem einen deutlich unterschiedlichen Langzeitwert haben, weil schon die Auszahlungen für nur zwei Hände (meist Full House und Flush) die Rendite um ganze Prozentpunkte verschieben. Dieser Leitfaden konzentriert sich auf zwei der häufigsten Varianten, die Spieler vergleichen: Jacks or Better (JoB) und Deuces Wild. Er erklärt, welche Auszahlungstabellen 2026 als besonders günstig gelten – und warum sich die Strategien nicht einfach austauschen lassen.
Wenn jemand von „9/6 Jacks or Better“ spricht, meint er zwei konkrete Auszahlungen auf Basis eines Coins: 9 für ein Full House und 6 für einen Flush. Diese beiden Werte sind der schnellste Hinweis darauf, ob eine JoB-Variante nahe an der besten Version liegt, weil viele Casinos genau hier kürzen, während der Rest der Tabelle ähnlich bleibt.
Im Jahr 2026 gilt 9/6 weiterhin als Referenz für „Full-Pay“ JoB; diese Tabelle wird mit etwa 99,54% Rückzahlung bei perfektem Spiel angegeben. Häufige schwächere Varianten sind 8/6 (oft um 98,39%), 9/5 (je nach Quelle etwa 98,4–98,45%) und 8/5 (oft um 97,30%). Auf den ersten Blick wirken das wie kleine Unterschiede – langfristig entscheidet es aber darüber, ob ein Spiel vergleichsweise effizient bleibt oder spürbar teuer wird.
Ein schneller Praxis-Check: Wenn bei JoB das Full House 9 zahlt, der Flush aber nur 5 – oder wenn das Full House bei 8 liegt – ist es nicht die Top-Tabelle. In landbasierten Casinos sieht man die Tabelle meist vor dem Einwurf. Online liegt sie häufig hinter „Info“, „Regeln“ oder „Auszahlungstabelle“. Es lohnt sich, sie jedes Mal zu öffnen, denn der Spielname allein garantiert keine festen Auszahlungen.
Jacks or Better ist vergleichsweise geradlinig: Es gibt keine Wild Cards, und die kleinste auszahlende Hand ist in der Regel ein Paar Buben. Dadurch stammt ein grosser Teil der Rückzahlung aus „normalen“ Händen (Paare, zwei Paare, Drillinge, Strassen, Flushes) und weniger aus seltenen Bonusereignissen. JoB fühlt sich deshalb oft stabiler an als viele Deuces-Wild-Varianten.
Bei 9/6 JoB wirkt korrektes Spiel häufig konservativ: Hohe Paare werden gehalten, gemachte Hände werden geschützt, und man folgt einer klaren Prioritätenliste für Draws. Die Auszahlungstabelle ist dabei entscheidend, weil optimale Entscheidungen genau diese Belohnungen voraussetzen. Wird etwa Full House oder Flush reduziert, kann sich die beste Entscheidung bei knappen Situationen ändern. Genau deshalb kostet es oft Geld, ein allgemeines „Video-Poker-Strategieblatt“ zu nutzen, das nicht zur konkreten Tabelle passt.
JoB hat zudem meist weniger extreme Ausschläge als Varianten, die Premiumhände stark aufwerten. Das macht das Spiel nicht „sicher“ – kein Casinospiel ist das –, aber die Bankroll hält bei gleichem Einsatz oft länger. Wer Schwankungen minimieren und gleichzeitig eine für Casinospiele hohe Rückzahlung anpeilen will, findet 9/6 JoB 2026 weiterhin als sinnvollen Orientierungspunkt.
Deuces Wild verändert das Deck, indem alle vier Zweien zu Wild Cards werden. Das erhöht die Häufigkeit starker Hände deutlich. Um das auszugleichen, streichen viele Tabellen bestimmte Auszahlungen (je nach Variante zahlen Strasse und Flush gar nicht) und verlagern den Wert auf Hände, die mit Wilds realistischer werden – etwa Five of a Kind oder ein Wild Royal.
Die bekannteste „Full-Pay“ Deuces-Wild-Tabelle wird häufig als 25/15/9/5/3 zusammengefasst (wobei der Rest der Tabelle in den Regeln steht) und wird oft mit etwa 100,76% Rückzahlung bei perfektem Spiel angegeben. In der Praxis ist diese Variante relativ selten. Häufiger sieht man – online wie in vielen Casinos – „Not So Ugly Ducks“ (NSUD): Diese Variante erkennt man typischerweise an Schlüsselwerten wie 16 für Five of a Kind und 10 für Straight Flush; sie wird oft um 99,73% bei korrektem Spiel zitiert.
Wichtig ist: Deuces Wild ist kein einzelnes Spiel, sondern eine Familie mit derselben Grundidee, aber spürbar unterschiedlichen Rückzahlungen und Schwankungen. Zwei Automaten können beide „Deuces Wild“ heissen und dennoch deutlich anders zahlen – etwa bei Four Deuces, Wild Royal oder Straight Flush. Wer nur ein oder zwei Zeilen prüft und den Rest als Standard annimmt, landet schnell auf einer schwächeren Tabelle als geplant.
Auf den besten Tabellen kann Deuces Wild theoretisch über 99% oder sogar über 100% liegen – allerdings oft, weil viel Wert in relativ seltene Premiumhände gepackt wird (vor allem Four Deuces und Royal-/Straight-Flush-Ausgänge). Das führt in der Praxis nicht selten zu längeren Durststrecken, die von einzelnen grossen Treffern unterbrochen werden.
Auch strategisch sind die Unterschiede grösser, als viele erwarten. In JoB ist ein Flush-Draw meist wertvoll; bei vielen Deuces-Wild-Tabellen zahlt ein Flush gar nicht, sodass die „intuitive“ Entscheidung falsch sein kann. Wild Cards verändern zudem, welche Ziele sinnvoll sind: Manchmal ist es korrekt, sogar eine gemachte Strasse aufzubrechen, wenn damit die Chance auf eine höher bewertete Hand steigt, die die Tabelle bevorzugt.
Darum ist die beste Deuces-Wild-Tabelle nicht automatisch die mit der höchsten theoretischen Rückzahlung. Wer Schwankungen schlecht verträgt oder mit kleinerer Bankroll spielt, hat unter Umständen mehr Freude an einer minimal niedrigeren Tabelle mit häufigeren mittleren Auszahlungen. Die Auszahlungstabelle zeigt dir nicht nur die Mathematik, sondern auch den „Charakter“ des Spiels.

Wenn du die bestmögliche Auszahlungstabelle finden willst, starte mit einer einfachen Regel: Bei JoB priorisiere 9/6; bei Deuces Wild halte Ausschau nach NSUD oder Full-Pay-Schedules, falls verfügbar. Wenn du diese nicht findest, lege fest, wie weit du nach unten gehen willst, bevor du die Variante wechselst – denn eine schwache Deuces-Wild-Tabelle kann schlechter sein als ein solides JoB, auch wenn der Name spannender klingt.
Als Nächstes muss die Strategie exakt zur Tabelle passen. Viele Spieler verlieren Rückzahlung, weil sie „one size fits all“ spielen – besonders bei Deuces Wild, wo die Frage, ob Strasse/Flush zahlen, und die genauen Werte für Five of a Kind, Straight Flush und Four Deuces die optimalen Holds verändern können. Praktisch bedeutet das: Tabelle prüfen, dann eine Strategie-Charts oder einen Trainer nutzen, der genau zu dieser Tabelle gehört.
Und zuletzt: Rückzahlung ist nur ein Teil der Entscheidung. Denke an Volatilität, Session-Länge und daran, wie du auf Downswings reagierst. Ein sehr gutes Deuces Wild kann sich dennoch unangenehm anfühlen, wenn du auf Premiumhände wartest, während 9/6 JoB oft gleichmässiger läuft. 2026 ist die „beste“ Tabelle die, die Rückzahlung, Schwankungen und deine eigene Disziplin sinnvoll zusammenbringt – denn ein theoretisch starkes Spiel wird durch falsches Spiel schnell schwach.
Bei Jacks or Better siehst du zuerst auf Full House und Flush. Stehen dort 9 (Full House) und 6 (Flush), ist es die klassische Full-Pay-Tabelle; ist einer der Werte niedriger, fällt die langfristige Rückzahlung spürbar. Prüfe ausserdem, ob der Royal Flush bei Max-Coins 800-für-1 zahlt (die übliche Struktur), denn ungewöhnliche Royal-Auszahlungen verschieben den Wert zusätzlich.
Bei Deuces Wild identifizierst du die Variante über die Schlüssel-Auszahlungen, nicht über den Titel. Prüfe Four Deuces, Wild Royal, Straight Flush und Five of a Kind und schaue dann, ob Strassen und Flushes überhaupt zahlen (viele Tabellen streichen sie). So erkennst du sofort, ob du näher an Full Pay, NSUD oder an einer stärker reduzierten Tabelle bist.
Für beide gilt eine Disziplin-Regel: Niemals annehmen, dass zwei Automaten mit gleichem Namen dieselbe Auszahlungstabelle haben. 2026 bieten Casinos und Online-Anbieter weiterhin mehrere Schedules unter derselben Bezeichnung an – und die Unterschiede sind oft mit einem Blick sichtbar. Zehn Sekunden für die Tabelle sind der einfachste Vorteil, den man realistisch mitnehmen kann.